Unser Vorstand

1. Vorstand: Maximilian Fütterer

2. Vorstand: Sandra Freiberger

3. Schatzmeister: Werner Freiberger

4. Beisitzer: Manfred Bühler

Was macht der Verein?

Wir setzen uns dafür ein, dass in Haag i. OB eine freie Schule gegründet werden kann, in der Kinder mit Freude lernen können und in der ihre individuellen Fähigkeiten gefördert werden. Wir finden es wichtig, eine Alternative zu den staatlichen Schulen anbieten zu können.

Warum wir Mitglieder sind

Ich erlebe im staatlichen Schulsystem einen Leistungsdruck, der in der ersten Klasse beginnt und sich bis zur 4. Klasse enorm steigert, was bei vielen Kindern die Freude am Lernen erstickt, zu Prüfungsangst und dem Gefühl führt, nie gut genug zu sein. Allen meinen drei Kindern habe ich staunend und mit Bewunderung zugesehen, wie sie sich an ihrer Umgebung in sehr unterschiedlicher Weise entwickelt haben und mit welcher Freude Lernen natürlicherweise stets einher geht. Aus dem Bedauern über die zerstörte Lust am Lernen in der Schule und die - so finde ich - oft fraglich brauchbaren und völlig überladenen Inhalte in Verbindung mit dem bestehenden Leistungsdruck ist bei mir die Sehnsucht nach einer Veränderung entstanden. Mein Entschluss, eine Schule selbst gründen zu wollen, entstand nach längerer Beschäftigung mit dem Thema Schule letztlich durch den Film 'schools of trust'. welcher ein völlig anderes, auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtetes Schulsystem vorstellt, wodurch meine unbestimmte Sehnsucht eine konkrete Ausformung erfahren hat. Ich wünsche mir eine Schule, in der die oft auch sinnvollen Inhalte des staatlichen Lehrplans in einem anderen Rahmen, in anderer Form und über einen anderen Weg zum Lernenden gelangen, eine Schule, in welche Lernende und Lehrende gerne gehen, in welcher aus intrinsischer Motivation heraus die Dinge gelernt werden, die zum bisherigen Erfahrungs- und Wissensschatz der Kinder passen und in einer Weise, die den Kindern entspricht, d.h. mit viel Bewegung, unterschiedlichsten Erlebnissen und innerhalb eines guten vertrauensvollen Verhältnisses zum Lehrenden. Dies umzusetzen ist nicht unmöglich. Ich möchte es zumindest versuchen. Aus den Erfahrungen mit meinen Kindern heraus und für die zukünftigen Schulkinder. / Maximilian Fütterer

Ich war als Kind auf unterschiedlichen Schulen im In- und Ausland. Auch im fortgeschrittenen Alter bleiben meine Erinnerungen an diese Zeit eher druckbelastet. Freude und Lust auf die Schule hat sich bei mir nie wirklich eingestellt. Dieser Trend hat sich auch bei meinen Kindern in unterschiedlichen Bundesländern fortgesetzt. Trotz dieser negativen inneren Bilder bin ich beruflich in der Erwachsenenbildung gelandet. Mein Beruf als Berater und Betriebspädagoge mit jahrzehntelanger Erfahrung hat mir gezeigt, dass Lernen ohne emotionale Beteiligung nicht nachhaltig funktioniert. Die mittlerweile sehr weit fortgeschrittene Neurobiologie hat dies auch wissenschaftlich bestätigt. Deshalb wünsche ich mir für meine Enkelkinder und Nachkommen ein Lernumfeld mit viel Spaß und Freude, wo sie durch das Erleben und Ausprobieren mit allen Sinnen auch intrinsisch motiviert werden. So können sie dann entsprechend ihrer Neigungen und Begabungen gefördert werden. / Manfred Bühler

Ich wünsche mir eine Schule, in die jedes Kind gerne geht, weil es dort als Person gesehen, geschätzt, geachtet und geliebt wird! Ich wünsche mir in dieser Schule Pädagogen, die Beziehungen eingehen, die begeistert ihr Wissen weitergeben wollen, Neugierde wecken können und jedes Kind dabei unterstützen, seine eigenen Fähigkeiten zu entdecken, ihm zu zeigen, wie es mit seinen Stärken arbeiten kann und sich sozial kompetent zu erleben.

Ich bin Realschullehrerin und beobachte seit vielen Jahren, dass Schüler dann am besten lernen, wenn sie intrinsisch motiviert sind und wenn sie eine Wahlfreiheit haben und sich Themen zuwenden können, die sie wirklich interessieren. Im staatlichen Schulsystem revoltieren viele Jugendliche dagegen, dass sie in großen Klassen Aufgaben oft im Gleichschritt mit anderen erledigen sollen und nicht in ihrem eigenen Tempo/ nach ihren eigenen Vorstellungen arbeiten können. Ich wünsche mir eine Schule, in der man sich richtig wohlfühlen kann und in der junge Menschen viel Freude am Lernen haben. Es soll ein Ort sein, an dem ein großer Respekt gegenüber den Fähigkeiten und Begabungen jedes Einzelnen herrscht und an dem junge Menschen angstfrei und mit Begeisterung lernen können. Bei meinem eigenen Sohn kann ich sehen, wie er durch die Arbeitsweise an der Montessorischule aufblüht und wie sein Selbstbewusstsein dadurch gestärkt wird. Ich wünsche mir, dass viele Kinder und Jugendliche die Erfahrung machen dürfen, dass Schule richtig Spaß machen kann, wenn weniger Leistungsdruck herrscht. Wir brauchen kreative, freidenke junge Menschen in unserer heutigen Gesellschaft!  | Sandra Freiberger

Ich habe lange Jahre an verschiedenen Schulen verbracht. Dort habe ich Vieles gelernt und auch Vieles wieder vergessen. Ein Aspekt der mich nach vielen Jahren im Beruf beschäftigt hat, ist die Frage ob das klassische Schulsystem wirklich auf die individuellen Talente und Bedürfnisse eingeht. Ich hatte die Gelegenheit die Unterrichtsmethoden und -materalien einer Montessorischule näher kennen zu lernen. Dabei wurde mir bewußt, wie "meine" Schule hätte sein können. Meine Motivation ist, den zukünftigen Schülern die Möglichkeit zu geben, so eine Schule besuchen zu können. | Werner Freiberger

Mein Sohn Josef ist jetzt 9 Monate alt, er lernt gerade aufzustehen und sich selbst wieder hinzusetzen. Wenn ich Josef beobachte, sehe ich dass Lernen ein natürlicher Prozess ist. Was Josef jetzt braucht ist eine sichere, altersgerechte Umgebung, die es ihm ermöglicht, selbst zu üben. Meine Motivation beim Schul-Projekt mitzumachen ist, Josef weiterhin eine ihm gerechte Umgebung zu bieten und die Möglichkeit, selbst mit Freude und Begeisterung, die einem Kind von Natur aus schon gegeben ist, zu lernen und sich selbst weiterzuentwickeln. Die Montessoripädagogik legt viel Wert auf eigenständiges Lernen. Die Förderung des Individuums zählt mehr als Disziplin in der Klasse. Dabei sind mir folgende Dinge wichtig: Lernen ohne Druck, die Möglichkeit zu haben, es selbst zu machen und nicht immer nur 'Zuschauer' zu sein, keine überfüllten Klassen, eine natürliche Freude und Begeisterung am Lernen zu erhalten, meine Schule vor Ort zu haben! /Gabriele Gilnhammer

Unser Schulsystem braucht Kreativität statt Auswendiglernen!

Ich bin immer gerne in die Schule gegangen, ich war wissensdurstig und neugierig. Leider war mein Problemfach Mathematik und viele Wochenenden und Schulferien habe ich mit meinem strengen Vater über Mathebüchern verbracht. Ich fühlte mich als Versagerin, nur wegen eines Fachs, das mir das Leben schwer machte. Mir fehlte in den Aufgaben der Bezug zum Leben, ich meinte, nichts davon im späteren Leben gebrauchen zu können. Interessanterweise habe ich Augenoptikerin, später auch Augenoptikermeisterin gelernt, plötzlich war Mathematik und auch Physik kein Problem mehr, ich durfte mit netten Klassenkameradinnen lernen und ein Lehrer schaffte es, den Stoff lebensnah zu vermitteln. Heute bin ich Künstlerin und integraltherapeutische Kunstpädagogin, ich unterrichte Kunst an der Offenen Ganztagsschule, dort bekomme ich mit, dass unzählige Schüler unter Burn-Out leiden, depressive Gedanken ihnen das Leben 'schwer' machen und sie Angst vor der Zukunft haben. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist überfüllt, eine ganze Jugend erkennt nicht, welch wert- und wundervolle Wesen sie sind. Für mich sollte Schule neben einem Platz der Wissensvermittlung auch ein Ort der Selbstentfaltung sein, wo alle ihre Stärken finden und ihr Potential leben. Schüler sollten auch die Fähigkeit erlernen, sich eine eigene Meinung zu bilden, es braucht wieder Diskussionen und Ideenaustausch. Jugendliche haben bunte Ideen und farbenfrohe Gedanken, die noch nicht von festgefahrenen Strukturen und Einstellungen beeinflusst sind. In ihnen steckt ein unglaublicher Wissens- und Ideenschatz, der nur darauf wartet, befreit zu werden. Mehr Platz für Kreativität, Musik, Philosophie, Tanz, Bewegung, Achtsamkeit, Yoga, Zufriedenheit, Glück und vieles mehr sollten die Schulzeit bereichern. Lehrplan und Schulsystem sollten freier werden, bunter, lebendiger. Unsere Schule braucht mehr Eigenverantwortung für Schülerinnen und Schüler, Freiheit und Unterstützung zur persönlichen Entfaltung, weniger Bewertung und mehr Zeit. Lasst den Kindern Zeit, um sich frei zu entwickeln. Wir brauchen keinen Leistungsdruck und lebensfernes Wissen, wir brauchen keine auswendig gelernten Fakten und Zahlen, die schnell ins Kurzzeitgedächtnis gespeichert und wieder vergessen werden. Ich durfte in einigen Montessori-Einrichtungen im Landkreis hospititeren, die Atmosphäre war ganz anders als ich sie aus meiner eigenen Schulzeit kannte. Es macht mich glücklich, wie Kinder und Jugendliche dort mit Freude lernen dürfen, ich wünsche mir so sehr eine Montessori-Schule im Wasserburger Land.